Urdu Poesie

Sprich!
Sprich! Deine Lippen sind frei!
Sprich! Das Morgengrauen ist in Sicht!
Sprich! Das Leben ist vergänglich!
Inspiriert von Faiz Ahmad Faiz - Autor: Khawaja Tahir Mahmood

Hum Dekheen Ge

"Hum Dekheen Ge"
Wir werden es sehen!
Wir werden es sehen!
Gewiss werden auch wir sehen!
 
Wir werden es sehen!
Wir werden es sehen!
Der verheißene Tag, der versprochen wurde
Der Tag steht im Buch des Schicksals geschrieben
Wir werden es sehen!
Wir werden es sehen!
Auch wir werden sehen dürfen!
 
Wenn das Gebirge der Unterdrückung und der Grausamkeit
Wird wie kardierte Wolle davonfliegen
Unter unseren Füßen – Wir, das Volk der Regierten
Der Boden wird wie ein pochender Herzschlag erklingen
Und der Himmel über den Köpfen der Herrscher
Wird mit donnerndem Echo widerhallen
Wir werden es sehen!
Wir werden es sehen!
 
Als die Gottheiten der Falschheit,
Aus der Behausung Gottes entfernt werden,
Wir, die Wahrhaftigen, doch in Ungnade Gefallenen,

Werden auf die Bildfläche zurückkehren,
Werden die Kronen weggeworfen, und alle Thronen umgeworfen
 
Und nur Allahs Name wird verbleiben
Der ist zugleich geheimnisvoll und präsent
Der Spektakel und Beobachter ist
Ich bin die Wahrheit, wird die Akklamation sein
Ich bin die Wahrheit, wird die Akklamation sein
Hier bin ich, und du auch
Und das Volk Gottes wird herrschen
Hier bin ich, und du auch
Wir werden es sehen!
Wir werden es sehen!
Poet: Faiz Ahmad Faiz- Übersetzt durch: Khawaja Tahir Mahmood

"Dastoor" (System)

"Dastoor" (System)
Das Licht, das nur in den Schlössern brennt,
Das dient dem Vergnügen einiger weniger,
Welche im Schatten der Kompromisse gedeiht,
Ein solches System, wie ein Morgengrauen ohne Licht,
Das akzeptiere ich nicht, das erkenne ich nicht!
 
Ich fürchte mich nicht vor der Exekution!
Erzähl den Beherrschern, ich wäre „Mansoor“ (ein Märtyrer)!
Warum erschreckst du uns mit den Gefängnismauern?
Die Herrschaft der Unterdrückung akzeptiere ich nicht!
Die Nacht der Unwissenheit erkenne ich nicht an!
Das akzeptiere ich nicht, das erkenne ich nicht!
 
"Die Blumen beginnen an den Zweigen zu blühen“, behauptest du;
"Jedes Glas läuft über", behauptest du;
"Wunden heilen von sich selbst", sagst du;
Diese unverhüllten Lügen,
Diese Verleumdung der Vernunft,
Das akzeptiere ich nicht, das erkenne ich nicht!
 
Ihr habt uns jahrhundertelang unseren Seelenfrieden geraubt.
Doch eure Macht über uns neigt sich dem Ende zu.
Warum behauptet Ihr, den Schmerz heilen zu können?
Selbst, wenn einige behaupten, du hättest sie geheilt,
Das akzeptiere ich nicht, das erkenne ich nicht!
 
Poet: Habib Jalib- Ein Revolutionärer- Eine Legende-
Übersetzt durch: Khawaja Tahir Mahmood

Bol Ke Lab Heen Azad Heen Tere

“Bol Ke Lab Heen Azad Heen Tere”
Sprich, denn deine Lippen sind frei
Sprich, denn deine Zunge gehört noch dir
Dein stolzer Körper gehört dir
Sprich, denn dein Leben gehört noch dir
 
Sieh, wie in der Schmiede
Die Flammen glühen, das Eisen leuchtet rot
Schlossmünder haben begonnen sich zu öffnen,
Alle Ketten sind zerbrochen!
Sprich, die Zeit reicht völlig aus
 
Bevor der Tod vom Leib und der Zunge auftritt
Sprich, denn die Wahrheit lebt immer noch
Sprich, was gesagt werden muss
Poet: Faiz Ahmad Faiz- Übersetzt durch: Khawaja Tahir Mahmood
© 2005 by Khawaja Tahir Mahmood - www.translator-team.de