Deutsche Poesie

Vorwort

Unsere Übertragungen von Poesie aus dem Hindi, Urdu und Punjabi ins Deutsche berühren tiefste Schichten von Sprache und Kultur, von Musik und Seele, von menschlicher Liebe und einem offenen Herzen. Wo Worte erklingen, verblassen Glaube und Herkunft; sie sind kein Maßstab. So mag ein Vers von einem muslimischen Dichter geschenkt und von einer Stimme vollendet worden sein, deren Glaube christlich, buddhistisch oder muslimisch ist – getragen von Melodien, die in einer ganz anderen Heimat wurzeln.

Wonach streben wir? Und welchen Traum weben diese Zeiten? Wir wollen durch die strahlende Schönheit vielfältiger Kulturen unseren blauen Planeten umarmen und verbinden. Denn unsere Welt ist ein buntes Leuchten. Am Ende bleibt nur eines, das zählt: der Mensch und seine Menschlichkeit.

Redaktion

Die Perlen deiner Tränen

Hoffnung im Herzen

O meine Liebste, weine nicht mehr,
die Last auf deiner Seele ist so schwer.
Lass mich von deinen Wimpern ganz sacht
die Perlen stehlen in der dunklen Nacht.
Denn deines Leidens tiefer, schwerer Schmerz
brennt wie ein Feuer mitten in mein Herz.

Doch denk an die Tage voller Sonnenschein,
in deiner Nähe will ich ewig sein!
Der Frühling kehrt zurück mit hellem Licht,
wenn süßer Vogelsang von Liebe spricht.
Halt durch, mein Engel, weiche nicht zurück –
in deinen Armen liegt mein ganzes Glück.

Die Hoffnung ist’s, die uns nach vorne treibt,
und das Versprechen, das für immer bleibt.
Sie gibt dem Herzen seine Stärke wieder,
schreibt für uns beide diese Lebenslieder.
Sei tapfer, Liebling, schau nur nach vorn,
aus tiefstem Schatten wird das Licht geboren.

Doch denk an die Tage voller Sonnenschein,
in deiner Nähe will ich ewig sein!
Der Frühling kehrt zurück mit hellem Licht,
wenn süßer Vogelsang von Liebe spricht.
Halt durch, mein Engel, weiche nicht zurück –
in deinen Armen liegt mein ganzes Glück.

Auch wenn der Weg nach oben Steine kennt,
ein steiler Pfad, den man den wahren nennt –
er führt uns weiter, Schritt für Schritt, ans Ziel.
Für unsere Liebe ist kein Preis zu viel!

Denk an die Tage voller Sonnenschein,
in deiner Nähe will ich ewig sein!
Der Frühling kehrt zurück mit hellem Licht,
wenn süßer Vogelsang von Liebe spricht.

Halt durch, mein Engel, weiche nicht zurück –
in deinen Armen liegt mein ganzes Glück.
Lass mich die Perlen deiner Tränen fangen...
Der Frühling hat für uns angefangen.
Songwriter und Komponist: Khawaja Tahir Mahmood

Ich bin wie fließendes Gewässer

Strom der Sehnsucht

Ich bin wie fließendes Gewässer,
das ohne dich im Strom zerrinnt.
Halt mich, umgib mich wie ein Ufer,
bevor die Ewigkeit beginnt.

Aus Stunden werden blasse Tage,
aus Monaten zieht Jahr um Jahr,
wie viele Frühlingsträume stoben
dahin, wo keine Rettung war?

Doch tief in mir brennt noch ein Leuchten,
ein Glaube, der die Zeit bezwingt.
Dass nach den kalten, einsamen Nächten
ein neuer Frühling uns durchdringt.

Ich fließe fort, doch nicht verloren,
weil meine Sehnsucht dich erreicht –
an deiner Hand wie neugeboren,
wo jeder Schmerz dem Ufer weicht.

Ich bin wie fließendes Gewässer,
das ohne dich im Strom zerrinnt.
Halt mich, umgib mich wie ein Ufer,
bevor die Ewigkeit beginnt.

Songwriter und Komponist: Khawaja Tahir Mahmood

Aaj Bazar mee....

Selbst in Fesseln, schwer gekettet, gehen wir---

Selbst in Fesseln, schwer gekettet, gehen wir hier voran,
durch die Straßen dieser Stadt, im grellen Rampenlicht.
Selbst in Fesseln, schwer gekettet, gehen wir hier voran,
durch die Straßen dieser Stadt, im grellen Rampenlicht.

Diese Augen voller Tränen, dieses Leben wild und schwer,
und der Hass auf unsere Liebe beugen unsere Herzen nicht.
Selbst in Fesseln, schwer gekettet, gehen wir hier voran,
durch die Straßen dieser Stadt, im grellen Rampenlicht.

Mit den Händen weit erhoben, wie im Rausch und wie im Tanz,
das Gewand von Blut gezeichnet, Staub liegt schwer auf unserm Haar.
Durch die Gassen des Geliebten führt uns heute unser Weg,
wo die Menge voller Ehrgeiz schon auf unsre Schritte harrt.

Dort die Herrscher, dort die Bürger, Grausamkeit in jedem Blick,
jeder wirft den Stein des Spottes, der uns tief erniedrigen soll.
Dort erwarten uns die Tage ohne Hoffnung, ohne Licht,
und des Morgens bitt’re Stunden, voller Pfeile, hassesvoll.

Wer, wenn nicht wir beide, blieb als Freund sich treu und rein?
Wer von ihnen blieb im Leben ohne Schuld und ohne Makel?
Wer hält stand bis zum Finale, wer erträgt den tiefen Schmerz?
Wer besitzt noch jene Stärke, wenn das Schicksal uns zerschlägt?

O ihr schwer geprüften Herzen, kommt und schließt euch uns nun an!
Kommt, o Freunde, geht den Weg mit, der im Tod sein Ende fand.

Gedicht: Selbst in Fesseln, schwer gekettet, gehen wir hier voran, durch die Straßen dieser Stadt, im grellen Rampenlicht.
Hintergrund des Gedichts: Der Poet erlitt Zahnschmerzen, wurde aber in den Handschellen und Fußfesseln durch die Straßen von Lahore gezerrt und zum Krankenhaus gebracht. In dem Zustand sprach er sein legendäres Gedicht aus.

Poet: Faiz Ahmad Faiz
Übersetzer, Songwriter und Komponist: Khawaja Tahir Mahmood
Disclaimer: Es handelt sich hier um eine freie Übersetzung. Der Inhalt kann daher vom Originaltext abweichen! Änderungen vorbehalten!

In deiner Liebe...

..habe ich das ganze Universum vergessen.

In deiner Liebe habe ich das ganze Universum verloren,
vollkommen verloren.
Und nun verlangst du von mir,
so eine Liebe zu vergessen,
sie einfach zu vergessen.

Du hast dem Vogel sein Zuhause genommen
und ihn in dein Heim aufgenommen.
Dieser Käfig der Liebe erfüllte mein Herz,
ich lachte darin nach Herzenslust.
Doch als ich mich in diesen Käfig verliebte,
sagtest du plötzlich: „Sei frei.“
Wie könnte ich deine Liebe vergessen?
Sprich solche Worte nicht aus.

Es gibt niemanden wie dich auf dieser Welt,
für immer gehöre ich dir.
Und doch sagst du mir,
ich soll diese Liebe vergessen,
sie einfach loslassen.

Mit dem Staub deiner Schritte füllte ich meinen Scheitel,
erst da wurde ich zur Braut*.
In den Augen der Welt
wurde ich zur Verkörperung der Liebe selbst.
Du bist das wunderschöne Idol der Liebe,
und die Liebe selbst ist mein Gebet.
Möge mein letzter Atemzug zu deinen Füßen enden –
das ist mein einziger Wunsch.

Um deiner Liebe willen
habe ich aufgehört, im heiligen **Ganges zu baden.
Und du verlangst von mir,
so eine Liebe zu vergessen,
sie einfach zu vergessen.

Bei unserer ersten Begegnung
zerbrach der Spiegel und zerfiel in Stücke.
Ich habe den Schleier dieser Liebe
fest an den Saum deines Gewandes gebunden.
Dies ist ein Knoten der Zuneigung,
den noch kein Mensch je lösen konnte.
Seit du in diesem Herzen lebst,
kann es niemals mehr woandershin wandern.

Statt mit dem Ruder gegen Wellen zu kämpfen,
fand ich im Sturm mein Ufer bei dir.
Doch du sagst mir,
ich solle eine solche Liebe vergessen,
sie einfach vergessen.

In deiner Liebe haben ich das ganze Universum verloren.
vollkommen verloren.
Und nun verlangst du von mir,
so eine Liebe zu vergessen,
sie einfach zu vergessen.

*Das hinduistische Ritual der Hochzeit
** Ein Fluß in Indien (hier ist symbolisch gemeint)

Gedicht: In deiner Liebe haben wir das ganze Universum verloren,
Poet: Hasrat Jaipuri
Übersetzer, Songwriter und Komponist: Khawaja Tahir Mahmood
Disclaimer: Es handelt sich hier um eine freie Übersetzung. Der Inhalt kann daher vom Originaltext abweichen! Änderungen vorbehalten!

Der falsche Samtrock

Ein falscher Freund..

Vorwort

Ein lyrisches Werk über zwischenmenschliche Dynamiken, falsche Fassaden und den endgültigen Sieg der Wahrheit. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen oder realen Ereignissen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Ein falscher Freund im Samtgewand,
schlich giftig durch der Freundschaft Land.
Mit süßem Wort, doch bösem Geist,
der Liebesbande jäh zerreißt.

Voll Neid blickt er auf euren Glück,
reißt Stück für Stück davon zurück.
Die Gier treibt seine Pfoten an,
bis kein Fundament mehr halten kann.

Er schleicht sich ein, gibt sich vertraut,
wo Liebe sich ein Nest gebaut.
Er trennt, was fest zusammenstand,
das treue Band in Familienhand.

Doch seine Macht wird nun zerbrochen,
das Urteil über ihn gesprochen!
Entzogen sei ihm jede Macht,
die je das Unheil hat gebracht.

Verbannt für alle Ewigkeiten,
soll er im tiefsten Dunkel gleiten.
Die Gänge stürzen über ihm ein,
der Maulwurf bleibt im Trümmerreich allein.

Und was er brach mit falschem Neid,
heilt nun von Schmerz und Herzeleid.
Die Wunden schließen, Groß und Klein,
es zieht der Frieden wieder ein.

Die Liebe blüht im Sonnenstrahl,
vorbei ist die zerstörte Qual.
Familie reicht sich neu die Hand,
geheilt ist das zerrissene Band.

Die Hoffnung wird nun hell und weit,
für alle Zukunft, alle Zeit.
Der falsche Freund ist stumm und fern,
es leuchtet wieder euer Stern.

Songwriter, Komponist: Khawaja Tahir Mahmood

Grenzenlose Herzen

Weit hinter der Grenze...

Weit hinter der Grenze hatte ich manche Freunde gefunden,
manche blieben mir treu, andere sind wieder verschwunden.
Aus der Geschichte haben viele Menschen leider nichts gelernt,
die hasserfüllten Herzen haben uns voneinander nur entfernt.

Der Wind, das Wasser, die Sonne und das milde Mondlicht tragen keinen Hass,
sie sollten der Menschheit eine Lehre sein, ganz ohne Unterlass.
Es ist wahrlich keine Kunst, die Herzen schmerzhaft zu zerreißen,
lass uns gemeinsam streben, sie im Guten zu verschweißen.

Denn der Hass baut Mauern aus eisigstem Stein,
doch wir müssen nicht Gefangene der Dunkelheit sein.
Wir suchen die Brücken, die uns wieder vereinen,
und lassen das Licht durch die Risse herreinscheinen.

Eine sympathische junge Dame verriet mir das Prinzip der Klarheit:
Wie wichtig ist es doch, stets aufrecht zu bekennen die Wahrheit!
Am Ende bleibt allein das wahre Wort beständig und bereit,
denn es gilt nicht nur im Heute, sondern bis in alle Ewigkeit.

Gewidmet für die sympathische junge Dame,
die mir den Wert des wahren Wortes zeigte. Möge diese Brücke der Freundschaft niemals brechen.

Songwriter, Komponist: Khawaja Tahir Mahmood

Sonnenschein

Dein strahlendes Geischt

Gestern weinten Wolken
Tränen voller Trauer
Graue Tage waren
nur ein letzter Fluch

Die tränenfeuchten Tücher
trocknen nun im Winde
Lebensfreude kehrt zurück
in meine Seele

Dein strahlendes Gesicht
nimmt mir jede Nacht
Heute bricht dein Lächeln
durch die Dunkelheit

Dein Lächeln bricht
Dein Lächeln bricht
durch die Dunkelheit

Das Glück der Liebe
halt ich fest im Bild
Das Glück der Liebe
lass ich nie mehr los

Denn sie ist die Quelle
dieses einen Lebens
Dein Gesicht ersetzt mir
das Licht der Sonne

Ließ ich es nur fallen
würde alles brechen
Ließe ich es los
zerspränge mir das Herz

Durch Gottes Gnade
fand ich meinen Frieden
Ich atme endlich auf
alle Sorgen schweigen

Dein Lächeln bricht
Dein Lächeln bricht
durch die Dunkelheit

Das Glück der Liebe
halt ich fest im Bild
Das Glück der Liebe
lass ich nie mehr los

Heute seh ich klarer
als in dunklen Zeiten
Alles fällt von mir
wenn du bei mir bist

Mein Leben wird erhellt
die Schatten ziehn vorbei
Und was mich einst hielt
verliert jetzt seine Macht

Dein Lächeln bricht
Dein Lächeln bricht
durch die Dunkelheit

Das Glück der Liebe
halt ich fest im Bild
Das Glück der Liebe
lass ich nie mehr los

Songwriter, Komponist: Khawaja Tahir Mahmood

Es werden unzählige Menschen sein....

..... die dich lieben und verehren

Es wird unzählige Menschen geben,
die dich lieben und verehren.
Ich werde aber nicht in deiner Nähe sein.

Oft denke ich,
wie lange die Blumen das Weinen des Taus noch teilen werden.

Nur kurz verweilt der holde Blick der Liebe;
gewiss währt auch der Prüfungen Qualenstrom
nicht ewig ohne Rast.

Der Herzen Wirrsal wird nur weiterwachsen,
wenn wir uns nicht im Zwiegespräch vereinen.

Ob die Sorge der Welt oder die Sorge um dich –
trag ich erst deines Kummers schwere Last,
verblasst jedweder andere Herzensschmerz im Nichts.

Ein wilder Strom des Kummers bricht in meinem Herzen los,
wenn meine Augen im Weinen keine Erlösung finden.

Und sollt ich dich auch je per Zufall wiedersehn,
der Trennung tiefer Schmerz wird dennoch nicht vergehn.

Obgleich mein Herz von Zweifel und Misstrauen erfüllt ist,
so tief wird ihr Groll gegen mich doch niemals reichen.

Inspiriert von Poet: Hafeez Hoshiarpuri
Gedicht: Es werden unzählige Menschen sein, die dich lieben und verehren
Songwriter, Übersetzter, Komponist: Khawaja Tahir Mahmood
Disclaimer: Es handelt sich hier um eine freie Übersetzung. Der Inhalt kann daher vom Originaltext abweichen! Änderungen vorbehalten!

Verlange nicht von mir....

..... dich so zu lieben wie zuvor!

Meine Geliebte, verlange nicht von mir, dich so zu lieben wie zuvor.
Meine Geliebte, verlange nicht von mir, dich so zu lieben wie zuvor.
Meine Geliebte, verlange nicht von mir, dich so zu lieben wie zuvor.
Meine Geliebte, verlange nicht von mir, dich so zu lieben wie zuvor.

Ich hatte angenommen, dass das Leben strahlend ist, solange ich dich habe.
Welcher Schmerz auf der Welt könnte dem Schmerz gleichen, ohne dich zu sein?
Dein Gesicht verleiht überall dem Frühling seine Verheißung.
Was gibt es auf der Welt außer der Schönheit deiner Augen?
Was gibt es auf der Welt außer der Schönheit deiner Augen?
Wenn ich dich gewinne, wird sich das Schicksal vor mir verbeugen.
So war es nicht; ich hatte mir lediglich gewünscht, es wäre so.

Meine Geliebte, verlange nicht von mir, dich so zu lieben wie zuvor.
Meine Geliebte, verlange nicht von mir, dich so zu lieben wie zuvor.

Die unzähligen Jahrhunderte dunkler und grausamer Verzauberung,
Die unzähligen Jahrhunderte dunkler und grausamer Verzauberung,
Eingewoben in Seide, Satin und Brokat.
Überall werden Körper in Gassen und auf Marktplätzen verkauft,
Mit Schmutz bedeckt und in Blut gebadet.
Auch hierhin kehrt mein Blick zurück; was soll ich tun?
Deine Schönheit ist immer noch bezaubernd, doch was soll ich tun?

Es gibt viele andere Leiden auf dieser Welt neben dem Leid der Liebe.
Es gibt viele andere Freuden neben der Freude der Vereinigung.
Meine Geliebte, verlange nicht von mir, dich so zu lieben wie zuvor.
Meine Geliebte, verlange nicht von mir, dich so zu lieben wie zuvor.

Poet: Faiz Ahmad Faiz
Gedicht: "Mujh Se Pehli Si Muhabbat, mere Mehboob na Mang" (Meine Geliebte, verlange nicht von mir, dich so zu lieben wie zuvor)
Songwriter, Übersetzter, Komponist: Khawaja Tahir Mahmood
Disclaimer: Es handelt sich hier um eine freie Übersetzung. Der Inhalt kann daher vom Originaltext abweichen! Änderungen vorbehalten!

Am Ufer...

.....O Geliebter

Wie soll ich die Spuren der schmerzlichen Momente finden?
Sieh, welche tiefen Gräben sich in einem einzigen Augenblick gebildet haben.
Sieh, welche tiefen Gräben sich in einem einzigen Augenblick gebildet haben,
Alles vor mir ist zerstreut.
Es fühlt sich an, als würde diese Leere für immer bestehen bleiben.
Komm mit mir!
Komm mit mir!

Was sind Träume?
Was sind Gedanken?
Was ist der Aufstieg?
Was ist der Untergang?
Was ist der Untergang?
Was ist Freude?
Was ist Reue?
Was ist Reue?
Die Fragen sind zahllos!
Lass sie mitkommen, um zu sehen, was jenseits liegt!
Was ist auf der Reise eines Berges das Ziel des Wanderers?

Am Ufer, o Geliebter,
habe ich so lange gewartet.
Am Ufer, o Geliebter,
Am Ufer, o Geliebter,
habe ich so lange gewartet.
Am Ufer, o Geliebter,
Am Ufer, o Geliebter,
sehnt sich mein Herz nach Vereinigung.
Sehnt sich mein Herz nach Vereinigung,
der Sturm der Liebe tobt in mir.

Am Ufer, o Geliebter,
ich warte schon so lange.
O Tontopf, mein Herz sehnt sich danach, den Geliebten heute zu sehen.
O Tontopf, mein Herz sehnt sich danach, den Geliebten heute zu sehen.
Der Anblick meines schönen Geliebten ist meine höchste Pilgerreise.
Lass mich nicht auf halbem Weg ertrinken,
lass mich nicht auf halbem Weg ertrinken,
ich bin voller Trauer.

Am Ufer, o mein Geliebter,
ich warte schon so lange.
Ich warte auf dich am Ufer,
ich warte auf dich am Ufer,
ich warte auf dich am Ufer,
ich warte auf dich am Ufer.
Ich sehne mich danach, mich im Fluss der Liebe meines Geliebten zu verlieren,
ich sehne mich danach, mich im Fluss der Liebe meines Geliebten zu verlieren.

Und mein Leben…
Obwohl mein Leben wie ein zerbrechlicher Tontopf ist,
obwohl mein Leben wie ein zerbrechlicher Tontopf ist,
ich bin nur ein wertloser Tontopf.
Öffne deine Augen und erkenne mich!
Ich bin nur ein wertloser Tontopf.
Öffne deine Augen und erkenne mich!

Die Nacht ist so dunkel,
und die Flut steigt.
Wir beide werden ertrinken…
Wir beide werden ertrinken…
Es bleibt so wenig Zeit.

Am Ufer,
am Ufer,
am Ufer,
am Ufer,
ich warte auf dich am Ufer,
ich warte auf dich am Ufer,
ich warte auf dich am Ufer,
ich warte auf dich am Ufer.

Am Ufer,
am Ufer.

Inspiriert: Ein Sufi-Volkssong auf Punjabi: Kande Utte (am Ufer)
Poet: Es gibt kein einheitlicher Autor.
Übersetzt und komponiert durch: Khawaja Tahir Mahmood
Disclaimer: Es handelt sich hier um eine freie Übersetzung. Der Inhalt kann daher vom Originaltext abweichen! Änderungen vorbehalten!

Der Mond der ....

...14. Nacht

Du hast an meine Herzenstür angeklopft,
bist schleichend in mein Herz getreten.
In meinem Herzen bist du verfangen,
und findest keinen Weg zu fliehen.

Ich bleib dir treu mit Leib und Seele,
führe mich jenseits des Schmerzenstals!
Wo der Mond der vierzehnten Nacht voll scheint,
endet die Dunkelheit ein für alle Mal.

Wo die Nächte des Grauens kürzer werden,
und der Frühlingsmorgen der Hoffnung anbricht,
wenn der Gesang der Vögel die Luft erfüllt,
schenkst du mir ein neues Lebenslicht.

Ich bleib dir treu mit Leib und Seele,
führe mich jenseits des Schmerzenstals!
Wo der Mond der vierzehnten Nacht voll scheint,
endet die Dunkelheit ein für alle Mal.

Der Bargad-Baum der Hoffnung
hält treu dem Gegenwind stand.
Das innere Licht bleibt erhellt,
tief verwurzelt im Seelensand.

So gehen wir Hand in Hand weiter,
dem ewigen Morgenlicht entgegen.
Zwei Seelen, nun frei und unzertrennlich,
vereint auf all unseren Wegen.
Ja, vereint auf all unseren Wegen...

Songwriter und Komponist: Khawaja Tahir Mahmood

Gerade erst bist du gekommen...

.....schon redest du vom gehen

Gerade erst bist du gekommen,
schon redest du vom Gehen.
Der Trennungsschmerz hat mich benommen,
vor Leiden kann ich kaum noch stehen.

Die Hoffnung auf den fernen Frühling,
als all die bunten Blüten blühten,
der Vögel Lied am frühen Morgen,
als wir vor Glück und Sehnsucht glühten.

Der Wind, der sanft durch deine gold’nen Strähnen wehte –
all diese Bilder sind im Herz geblieben.
Kaum, dass ich dich nach langer Zeit wiedersah,
bist du gekommen, um erneut zu fliehen.

Gerade erst bist du gekommen,
schon redest du vom Gehen.

Songwriter und Komponist: Khawaja Tahir Mahmood

Durch zwei Worte der Liebe...

...zwei Worte der Vernunft

Durch zwei Worte der Liebe,
durch zwei Worte der Vernunft,
erreiche den Kern meines Herzens.
Kreise wie ein strahlender Mond um meine Welt,
und werde Teil meines Universums.

Am Horizont unseres Seins
erblüht eine neue Milchstraße,
dort funkeln die Sterne der Hoffnung.
Lass uns die düstere Bahn für immer verlassen,
begleite mich auf der Reise ins Licht.

Wo die Dunkelheit verblasst,
beginnt mit dir mein neues Leben.
Du und ich —
ein neues Universum.

Songwriter und Komponist: Khawaja Tahir Mahmood

Sprich deine Lippen sind Frei

Sprich

Der Himmel schweigt in hellem Grau.
Die Nacht verblasst im Morgentau.
Lange genug warst du im Bann.
Schau mich an, fang zu atmen an.
Die Ketten fallen von deinem Geist.
Du weißt genau, was das jetzt heißt.

Sprich! Deine Lippen sind frei!
Die Stille ist endlich vorbei!
Sprich! Das Morgengrauen ist in Sicht!
Brich das Schweigen, such das Licht!
Sprich! Das Leben ist vergänglich!
Doch deine Stimme bleibt unbänglich!

Die Uhr tickt laut, die Zeit zerrinnt.
Hörst du den Ruf im Abendwind?
Kein Wort soll mehr im Hals erfrieren.
Wir haben nichts mehr zu verlieren.
Jeder Atemzug ist pures Gold.
Tu das, was deine Seele wollt.

Sprich! Deine Lippen sind frei!
Die Stille ist endlich vorbei!
Sprich! Das Morgengrauen ist in Sicht!
Brich das Schweigen, such das Licht!
Sprich! Das Leben ist vergänglich!
Doch deine Stimme bleibt unbänglich!

Sekunden werden zu Jahren.
Wenn wir die Wahrheit bewahren.
Sag es laut, sag es jetzt.
Bevor die letzte Frist verletzt.
Die Welt wartet auf dein Wort.
Reiß dich los und geh fort!

Das Morgengrauen ist hier.
Die Freiheit liegt in dir.
Deine Lippen sind frei.
Sprich.
Einfach sprich.

Inspiriert (im Kern) von Faiz Ahmad Faiz
Songwriter und Komponist: Khawaja Tahir Mahmood

Nur der Name Gottes

...wird bestehen!

Aus der Erde bist du einst entstanden,
In die Erde wirst du wieder gehn.
Heute gehst du stolz auf weiten Straßen,
Morgen wirst du nicht mehr auferstehn.

Alles hier auf Erden ist vergänglich,
Keine Sekunde bleibt für alle Zeit.
Wir sind nur gebor’n, um zu verschwinden,
Ein kurzer Augenblick in Ewigkeit.

Nur der Name Gottes wird bestehen,
Er ist hier und überall präsent.
Du kannst laufen, dich im Dunkeln mieden,
Er ist der, der deine Wege kennt.

Lerne die Lektion der nackten Wahrheit,
Geh zur Ruhestätte ab und zu.
Mächtige und Schwache liegen nebeneinander,
In derselben, tiefen, stummen Ruh.

Nur der Name Gottes wird bestehen,
Er ist hier und überall präsent.
Du kannst laufen, dich im Dunkeln mieden,
Er ist der, der deine Wege kennt.

Songwriter und Komponist: Khawaja Tahir Mahmood

Du sollst ...

..... verliebt sein

Der Schmerz der Ablehnung brennt in mir.
Die Nächte schlaflos, ich starre zur Tür.
Ich schluchze meine Tränen in den Wind,
weil wir beide keine Einheit mehr sind.
Nun bin ich allein, die Stille bricht ein.
Ein falsches Lächeln, das ich mir abzwäng.
Niemand ist hier, der die Scherben aufliest,
während du dein neues Leben genießt.

Ich verfluche dich,
du sollst verliebt sein!
So zahle ich es dir heim.
Ich verfluche dich,
du sollst verliebt sein!
Spür meine Einsamkeit ganz allein.

Ich verfluche dich,
du sollst verliebt sein!
So zahle ich es dir heim.
Ich verfluche dich,
du sollst verliebt sein!
Spür meine Einsamkeit ganz allein.

Die Mauern kommen näher, der Raum wird eng.
Ich ertrinke im Dunkeln, mein Herz wird zu Stein.
Du sollst fühlen, wie es brennt,
Wenn man den Namen des anderen nennt.
Und niemand antwortet dir.
Genauso wie jetzt... bei mir.

Niemand ist hier.
Ich bin allein.

Ich verfluche dich,
du sollst verliebt sein!
So zahle ich es dir heim.

Ich verfluche dich,
du sollst verliebt sein!
Spür meine Einsamkeit ganz allein.

Ich verfluche dich,
du sollst verliebt sein!
So zahle ich es dir heim.

Ich verfluche dich,
du sollst verliebt sein!
Spür meine Einsamkeit ganz allein.

Du sollst fühlen, wie es brennt,
Wenn man den Namen des anderen nennt.
Und niemand antwortet dir.
Genauso wie jetzt... bei mir.

Ich verfluche dich,
du sollst verliebt sein!
So zahle ich es dir heim.
Ich verfluche dich,
du sollst verliebt sein!
Spür meine Einsamkeit ganz allein.

Ich verfluche dich,
du sollst verliebt sein!
So zahle ich es dir heim.
Ich verfluche dich,
du sollst verliebt sein!
Spür meine Einsamkeit ganz allein.

Du sollst verliebt sein.

Songwriter und Komponist: Khawaja Tahir Mahmood

Ein Gebet

Es kommt ein Wunsch in mein Herz hinein

Ein Wunsch kommt in mein Herz hinein,
Mein Leben soll wie ein Licht sein!
Die Dunkelheit weicht mir zuliebe,
Und ich leuchte nie mehr allein!

Ich zeige andern nun den Weg,
wenn Sturm und Wind sich legen.
Gemeinsam sind wir stark und hell,
auf all den dunklen Wegen.

Die Schatten fallen von mir ab,
ich strahle in die Welt.
Weil Gottes Liebe mich umgibt,
die alles hell erhält.

Inspiriert von Sir Dr. Muhammad Iqbal, Nationaldenker Pakistans, Poet, Philosoph
Songwriter und Komponist: Khawaja Tahir Mahmood

Vertrauen in Gott

Wer seine Sorgen auf ihn wirft,
der findet Trost und neue Kraft.
Mein Schicksal leg ich in Gottes Hand,
er löst der Herzen starres Band.

Der Herr, der dieses All regiert,
uns richtet und ins Leben führt.

Er schenkt uns Wasser und das Brot,
wendet von jedem Wesen Not.

Selbst das Insekt im tiefen Stein
lässt er niemals hungrig sein.

Er herrscht über Ehre und über Spott,
entscheidet über Leben und Tod.

Sei unbesorgt, vertrau auf ihn,
er lässt das Gute wieder blühn.

Bereinige dein Herz von Schmerz und Groll,
mach es von Zuversicht ganz voll!
Drum gib ihm dein ganzes Herz,
er heilt die Zeit und jeden Schmerz.

Songwriter und Komponist: Khawaja Tahir Mahmood

Disclaimer

Worte bauen Brücken, wo Grenzen uns trennen. Im Alltag übersetzen wir Sprachen, um Verständigung zu schaffen. Doch in der Poesie übersetzen wir das Herz. Begleiten Sie uns auf eine Reise jenseits der Grenzen – dorthin, wo das wahre Wort in aller Ewigkeit Heimat findet.

Dieses Übersetzungsprojekt widmet sich der authentischen Vermittlung des reichen Kulturerbes Indiens und Pakistans im westlichen Raum. Im Fokus steht nicht das Abbilden moderner Denkweisen, sondern die würdevolle Ehrung des Schaffens großer literarischer und spiritueller Persönlichkeiten.

Zentrale Säulen der inhaltlichen Arbeit bilden die Themen der Gottesliebe, der Reinheit des Herzens und der unermüdlichen Sehnsucht nach der Wahrheit. Ebenso finden die Nuancen des Sufismus, Spielarten der zwischenmenschlichen Liebe sowie das Eintreten für soziale Gerechtigkeit und die Freiheit des Wortes ihren tiefen Ausdruck.

Die Umsetzung dieses rein nicht-kommerziellen Vorhabens stützt sich auf fundierte kulturwissenschaftliche Kenntnisse und eine präzise philologische Arbeit in den Sprachen Urdu, Englisch, Deutsch, Punjabi und Hindi.

Redaktion